Heute berichtet Martin Siemers von seinen Erlebnissen im gestrigen Relegationsspiel unserer 1. TT-Herrenmannschaft:

Es ist 0:12 Uhr. Ich liege im Bett, werfe noch einen Blick auf den Wecker und merke, wie langsam die Müdigkeit kommt. Aber an Schlaf ist noch nicht wirklich zu denken. Dafür geht mir der heutige Tag noch viel zu sehr durch den Kopf. Dieses Spiel. Diese Atmosphäre.

Diese Erleichterung. Das letzte Relegationsspiel gegen unsere Freunde aus Wiefelstede liegt gerade erst hinter uns – ein Spiel, das nochmal alles hatte, was diese Saison irgendwie ausgemacht hat: Spannung, Kampf, Rückschläge, Zusammenhalt und am Ende einfach pure Freude.

Die Spiele waren knapp, intensiv und jederzeit fair. Beide Mannschaften haben alles reingeworfen und genau deshalb hat sich dieser Abend auch besonders angefühlt. Umso schöner war es, dass wir uns am Ende doch deutlich durchsetzen konnten. Ein riesiges Dankeschön geht dabei auch an unsere Fans, die uns unterstützt haben – und besonders an Flo aus Wilhelmshaven, der extra den Weg auf sich genommen hat. Gerade in solchen Spielen merkt man, wie viel Rückhalt einem zusätzliche Kraft geben kann.

Irgendwie war dieses Relegationsspiel aber auch ein Spiegelbild unserer gesamten Saison. Eine Saison voller Höhen und Tiefen. Wir haben Spiele gewonnen, mit denen wahrscheinlich kaum jemand gerechnet hätte. Gleichzeitig haben wir aber auch unnötige Niederlagen kassiert – mal durch individuelle Fehler, mal durch Schwächen in entscheidenden Momenten und manchmal einfach durch Pech.

Dazu kamen Dinge abseits der Platte, die es nicht leichter gemacht haben: Verletzungen, Schwierigkeiten bei den Spielermeldungen und immer wieder Situationen, die Kraft gekostet haben. Es gab Momente, in denen man sich gefragt hat, warum eigentlich immer wir. Aber genau das hat diese Mannschaft auch ausgezeichnet.

Denn egal, wie schwierig es wurde – die Einstellung hat gestimmt. Wir haben uns nie aufgegeben, haben uns immer wieder zusammengerauft und füreinander gekämpft. Vielleicht nicht immer perfekt, aber immer als Team.

Und genau deshalb fühlt sich dieser Klassenerhalt jetzt auch verdient an.

Heute überwiegt einfach nur die Freude. Die Erleichterung. Und ein bisschen Stolz auf das, was wir gemeinsam geschafft haben.

Jetzt kann ich langsam schlafen gehen.
Mit dem guten Gefühl: Wir haben es geschafft.

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